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Gewinner und Verlierer der geänderten Steuern und Sozialabgaben 2017

Gewinner und Verlierer der geänderten Steuern und Sozialabgaben 2017
Finanzexperten

So wie jedes Jahr bringt auch das Jahr 2017 einige Veränderungen bezüglich der Steuern und Sozialabgaben mit. Einige sind die Gewinner, während andere Nachteile aufgrund der Reformen erleiden. Bei einigen kommt im Vergleich zum Vorjahr unter dem Strich mehr heraus, Netto ist mehr übrig als im letzten Jahr. Diese Entwicklung hat mehrere Gründe. Der Grundfreibetrag für den Steuerzahler ist gestiegen, ebenso kommt es aufgrund des Abbaus der kalten Progression zu Steuersenkungen. Das hört sich gut an, müsste man meinen – doch die Sache hat für einige einen Haken, einige Steuerzahler stehen auch auf der Verliererseite.

Steuerveränderungen, die zu mehr Geld führen

Im Jahr 2017 werden verschiedene Steueränderungen durchgeführt, bei denen einige Arbeitnehmer sich am Zahltag über etwas mehr Geld auf ihrem Konto freuen können. Während diese Reform bei Arbeitnehmern mit einem niedrigeren Einkommen zu mehr Geld führen kann, sind die Gutverdiener die Verlierer, denn die Beitragsbemessungsgrenzen wurden erhöht. Diejenigen, die gut verdienen, werden mit höheren Sozialabgaben zur Kasse gebeten und daher stärker belastet. Bei Familien und Normalverdienern fällt die Reform kaum ins Gewicht, die Steueranpassungen sind nur gering.

Wer allerdings am Monatsende etwas mehr auf seinem Konto verzeichnen möchte, kann prüfen, welche Krankenkasse günstiger ist – ein Wechsel der Krankenkasse bringt so manchen Euro mehr. Der Grundbeitrag für die Krankenkasse wird zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geteilt, doch muss der Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag, der von einigen Krankenkassen erhoben wird, selbst zahlen, er liegt zwischen 0,3 und 1,8 Prozent.

Die Erhöhung des Grundfreibetrages

Zum 01. Januar 2017 wurde der Grundfreibetrag für die Einkommenssteuer für Alleinstehende auf 8.820 Euro und für zusammenveranlagte Eheleute auf 17.640 Euro erhöht, gegenüber dem Vorjahr ist das eine Erhöhung um 168 Euro. Im nächsten Jahr soll der Grundfreibetrag noch weiter erhöht werden. Für Eltern erhöhen sich Kindergeld und Kinderfreibetrag, doch kommt es durch die Anpassung des Kindergeldes lediglich zu einer Erhöhung um 2 Euro im Monat.

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Der Abbau der kalten Progression

Der Abbau der kalten Progression führt zu einer Entlastung für den Steuerzahler; doch ist diese Veränderung nicht für alle Steuerzahler tatsächlich positiv. Bei einigen Steuerzahlern, die eine Gehaltserhöhung bekommen haben, kann der Abbau der kalten Progression sogar zu höheren Abgaben führen. Sie müssen aufgrund des gestiegenen Steuersatzes mehr an den Fiskus abführen. Betroffen sind in erster Linie diejenigen mit einem hohen Einkommen.

Eine Erhöhung des Einkommens dient oft lediglich zu einem Ausgleich der Inflation, da ist eine Anpassung bei der Steuer umso ärgerlicher. Diese Veränderung trifft Arbeitnehmer, die über ein Einkommen zwischen der untersten Stufe und dem Betrag mit einem höheren Steuersatz verfügen. Auch Selbstständige und Freiberufler sind von dieser Entwicklung betroffen.

Etwas mehr Geld für Familien und Normalverdiener

Die Steueranpassungen bringen für viele Menschen einen höheren Nettoverdienst, doch viele können sich darüber nicht richtig freuen, denn auch der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung ist gestiegen und wirkt sich negativ auf den höheren Nettobetrag aus.

Entlastungen bei höherem Einkommen

Die Entlastungen aufgrund der Steueranpassungen 2017 sind umso größer, je höher das Einkommen ist. Nicht zu vergessen sind allerdings die erhöhten Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sowie der gestiegene Pflegebeitrag.

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